Kartoffeln im Eimer

Schmodd und ich lassen uns, was unseren Garten angeht, sehr gerne von Pinterest inspirieren. Wir könnten uns manchmal stundenlang durch die Seite klicken und von Beitrag zu Beitrag springen, Bilder von wunderschönen Blumenarrangements bewundern oder Tipps und Tricks für den Gemüseanbau entdecken.

Vor einiger Zeit sind wir dabei über einen Beitrag über Kartoffelzucht im „Tower“ gestolpert. Ich verlinke euch einen ähnlichen Beitrag mal hier. Dabei werden Kartoffeln in einem Drahtturm angebaut, der innen mit Erde gefüllt und von einer Schicht Stroh ummantelt ist. Die Idee fanden wir eigentlich ziemlich grandios und wollten sie unbedingt ausprobieren. Irgendwie sind wir dann nach reiflicher Überlegung aber doch wieder davon abgekommen, da wir nicht extra Geld ausgeben und Draht und Stroh besorgen wollten.

Stattdessen haben wir uns für den Anbau in mittelgroßen Pflanzbehältern entschieden, die einerseits den Vorteil haben, dass wir sie sowieso rumstehen hatten und andererseits auf diese Weise keine wertvolle Beetfläche für den Kartoffelanbau geopfert werden muss.

Ich muss dazu sagen, dass wir über keinen großen Erfahrungsschatz verfügen, was den Anbau von Kartoffeln angeht. Vor vielen Jahren hatte ich mal zusammen mit unserer Mama, die meiner Schwester und mir ihre Gartenleidenschaft vererbt hat und von der wir nach ihrem viel zu frühen Tod den Garten übernommen haben, ein paar Kartoffeln im Beet angebaut. Ich fand es damals sehr witzig, zur Erntezeit mit der Gabel in der Erde rumzuwühlen und immer noch weitere kleine Knollen zu entdecken.

Im vergangenen Jahr habe ich dann, vom Film „Der Marsianer“ inspiriert, halbierte Süßkartoffeln in der Erde versenkt. Diese haben auch gut ausgetrieben und viel Grün entwickelt, aber als ich sie im September ausbuddeln wollte, musste ich feststellen, dass keine einzige neue Knollen gebildet hatte, sondern allesamt total matschig und verrottet waren. Was für eine Enttäuschung! So viel zum Thema, Gartentipps von Hollywoodfilmen übernehmen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich die Bedingungen vom Mars nicht eins zu eins auf die Erde übertragen lassen. Oder ich hatte die wichtigste Zutat, den entsprechenden „Dünger“, vergessen (wer den Film oder das Buch kennt, weiß wovon ich rede 😉 ).

Dieses Jahr sind es also die Kartoffeln im Eimer. Auf den folgenden Bildern seht ihr, wie wir die Eimer vorbereitet und gefüllt haben. Selbstverständlich hat uns auch dieses Mal wieder der Mini Hackbauer tatkräftig unterstützt, auch, wenn er nach einer Weile die Nase voll hatte und lieber schaukeln gegangen ist. 🙂

Wir sind gespannt, wie sich unsere Kartoffelzucht entwickelt und ob wir überhaupt Erträge damit erzielen.

Habt ihr schon mal Kartoffeln in Pflanzbehältern angebaut und wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

18 Gedanken zu “Kartoffeln im Eimer

    1. Da wir in der Hinsicht extrem knausrig sind und es nicht einsehen so viel Geld für Pflanzkartoffeln auszugeben, wenn wir noch normale Speisekartoffeln zu Hause rumliegen haben, die schon so weit ausgetrieben sind, haben wir es mit Speisekartoffeln probiert. 🙂 Es ist ja auch erstmal ein Versuch. Wenn es nicht klappt, dann haben wir unsere Lektion gelernt und nehmen nächstes Jahr Saatkartoffeln. LG, Antje

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      1. Unser direkter Nachbar ist ein älterer Herr mit 2 grünen Daumen. Er hat uns im ersten Jahr davon abgeraten. Man weiß nicht mit was die Kartoffeln behandelt wurden. Man kann so Keime und Krankheiten verhindern und die Saat – oder auch Pflanzkartoffeln sind extra dafür da gute Erträge zu liefern. Wenn du immer wieder von den geernteten Kartoffeln welche zum Pflanzen nimmst werden die Pflanzen und Erträge von Jahr zu Jahr geringer und mickriger.

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  1. Das habe ich vor ein paar Jahren mal auf meinem Balkon probiert. Die Kartoffeln kamen in die Erde, der Kübel war erstmal nur halbhoch gefüllt, dann kam 3-4x immer wenn sich Blätter zeigten noch eine Schicht Erde drauf. Danach durften die Pflanzen in Ruhe wachsen. Bei mir lief das leider nur mittelprächtig, Kartoffeln scheinen empfindlich gegen Wind zu sein. Mir hatte ein Sturm das Kraut ziemlich zerrupft, das sich nicht wieder richig erholte und zu früh abstarb. So hatte ich am Ende aus drei gesteckten Kartoffeln nur eine Ernte von 283 g. Aber immerhin waren es schöne Kartoffeln. An einem besseren Standort klappt das sicher besser. Euch viel Erfolg. 🌻

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    1. Ja, so planen wir es ungefähr auch. Muss dann jedesmal das Kraut wieder komplett mit Erde bedeckt werden? Ich glaube ja ehrlich gesagt auch nicht, dass wir eine große Ernte einfahren werden, aber gespannt bin ich trotzdem, wie sich die Knöllchen entwickeln werden. 🙂 Bleibt nur zu hoffen, dass der Wind die Eimer in Ruhe lässt, aber vielleicht ist es in Bodennähe auch nicht so schlimm, wie auf dem Balkon… Vielen Dank für deinen Kommentar und einen schönen Sonntag noch!

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  2. Hallo ihr Lieben! Du schreibst von deiner Erfahrung mit den halbierten Kartoffeln letztes Jahr. Das sie matschig waren ist eher auf die Braun und Krautfäule zurückzuführen. Wenn du den Verdacht hast an deinem Kraut welkende Stiele zu sehen musst du aufpassen. Die Welke zieht in den Boden. Es ist ein Pilz, der auch Tomaten krank macht. Dann ist angesagt den richtigen Zeitpunkt zu finden um zu ernten. Möglich, dass es noch früh ist und die Kartoffeln noch klein. Aber besser klein als matschig. Wenn du sie äugelst ist es gut die Schnittfläche mit Asche zu desinfizieren. Versuche es nochmal! In feuchten Sommern hat dieser Pilz halt gute Bedienungen. Da gibt es aber auch Sorten, die etwas resistenter sind. Viel Erfolg mit den Töpfen. Gieße sie regelmäßig.

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    1. Hallo Andrea, danke für deine Tipps! Ich meine mich zu erinnern, dass das Kraut eigentlich top ausgesehen hat und keine welken Stiele zu sehen waren. Das Problem war auch, dass nicht eine der Hälften auch nur ansatzweise eine neue Knolle gebildet hatte. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich keine Pflanzkartoffeln genommen hatte, sondern Speisekartoffeln, die bereits ausgetrieben hatten. Vielleicht war das der Fehler? Das mit der Asche zum desinfizieren wusste ich auch noch nicht. Mal sehen, ob ich mich nächstes Jahr doch noch mal rantraue. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. LG, Antje

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    1. Das ist schön zu wissen. 🙂 Wir haben momentan leider nicht so viel Beetfläche, als dass wir eins für den Kartoffelanbau „opfern“ mögen. Da bauen wir lieber Unmengen von Markerbsen an, weil wir die alle so gerne roh direkt vom Strauch verputzen. 😉 LG, Antje

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  3. Ich habe seit einigen Jahren eine Mini-Kartoffelernte im Blumenbeet. Dort kommen ganz ohne mein Zutun immer wieder einzelne Kartoffelpflanzen. Die Kartoffeln sind leider klein und ziemlich wässrig – es ist ja auch kein idealer, sandiger Kartoffelboden. Aber sie sind hartnäckig. Offenbar übersehe ich beim „Ernten“ einzelne Knollen.

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    1. Das Phänomen hatten wir mal mit einer Tomatenpflanze. Die wuchs plötzlich aus heiterem Himmel in einem Beet, das gar nicht dafür vorgesehen war und hatte dann auch richtig viele Cherrytomaten dran. Wahrscheinlich waren da noch ein paar Samen in der Komposterde, die wir auf dem Beet ausgebracht hatten. 🙂

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  4. Pingback: Kartoffelernte – Die Hackbauern

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