Ernte 2019 – Flops

Wenn ich mir anschaue, dass der letzte Beitrag mit unseren Ernte-Tops vom 31. August stammt und das nun schon wieder mehr als zwei Monate her ist, frage ich mich mal wieder, wo bloß die Zeit hin ist?! Eigentlich wollte ich mit dem Folgebeitrag ja nicht so lange warten, aber dann kam der Urlaub und dann der Stress, nachdem man aus dem Urlaub wieder zurück war, ihr kennt das sicher. 🙂 Auch wenn der Beitrag jetzt, wo es fast Winter ist, nicht mehr sehr relevant ist, will ich ihn der Vollständigkeit halber trotzdem noch posten:

Unsere Ernte Misserfolge 2019!

Zwiebeln und Knoblauch

Hier haben wir den Dreh überhaupt noch nicht raus, aber zugegebenermaßen, sind wir auch Neulinge im Anbau. Der Knoblauch ist jetzt gefühlt schon zwei Jahre im Beet und immer noch nicht gewachsen und die Zwiebeln haben wir viel zu tief gesteckt. Seufz. Nächstes Jahr probieren wir es aber wieder.

Kartoffeln

Auch dieses Jahr hat uns die Kartoffelausbeute nicht umgehauen. Wir hatten es ja neben den großen Pflanzeimern auch mit dem Anbau im Beet versucht, aber dort sind die Kartoffeln miniklein geblieben und auch nicht sehr zahlreich. Die Erde ist dort sehr schwer und lehmig gewesen, weil sich das Beet direkt neben dem Bach und auch relativ im Schatten befindet. Vielleicht war das der Grund für die mickrige Ernte. Gegossen haben wir eigentlich regelmäßig. Ich glaube, wir belassen es beim Anbau im Pflanzbottich oder vielleicht probieren wir mal den Kartoffelnturm aus.

Klaräpfel

Nachdem wir letztes Jahr so ein Schwemme davon hatten und wir gar nicht mehr wussten, was wir noch daraus herstellen sollen, waren dieses Mal nur einige vereinzelte Äpfelchen am Baum. Ist aber nicht so schlimm, da der Golden Delicious und der kleine Apfelbaum unbekannter Sorte sehr gut getragen haben. Das Apfelmus aus Golden Delicious, nur mit etwas Zitrone und Zimtstange gekocht, ist ein Gedicht.

Paprika

Der eiskalte Mai hat den Paprikas überhaupt nicht gut getan. Wir hatten sie zu zeitig vorgezogen und damit auch zu früh ins Beet gesetzt. Aber wer hätte ahnen können, dass es die Eisheiligen tatsächlich noch gibt. Außerdem haben sie zwischen den buschigen und riesig wuchernden Tomatenpflanzen zu wenig Licht abbekommen. Ich kann mich nur an eine einzige geerntete Frucht erinnen. Wird aber nächstes Jahr wieder in Angriff genommen.

Fenchel

Hach ja, der Fenchel. Fragt mich nicht, warum wir den angebaut haben. Ich kann Fenchel als Gemüse absolut nicht ausstehen und Schmodd war sich nicht sicher, wann er erntereif ist. Also haben wir das für uns einzig Logische gemacht und die Knollen im Beet gelassen. -_- Und ich glaube das war es dann auch mit unserem Ausflug in die faszinierende Welt des Fenchelanbaus…

Artischoke

Auch bei der Artischoke haben wir den Erntezeitpunkt verpasst, aber dafür wurden wir mit einer tollen Blüte belohnt, die die Insekten ebenfalls sehr begeistert hat. Da die Artischoke mehrjährig ist, versuchen wir es nächstes Jahr noch mal mit der Ernte.

Gurken

Die einzige Gurkensorte, die uns vom Ertrag, wenn auch nicht vom Geschmack, überzeugt hat, war die mexikanische Minigurke. Die wuchs am Ende schon oben durchs Gewächshausfenster und außen an der Seite wieder runter und war über und über mit winzigen Gürkchen behangen. Als kleiner Snack waren sie ganz lecker, aber auch relativ säuerlich und somit kein geschmackliches Highlight für uns. Daumen runter für nächstes Jahr.

alle Kohlsorten inkl. Kohlrabi

Was stimmt nur nicht mit unserem Garten, ihr Kohlsorten?! Warum wollt ihr bei uns nicht wachsen?? War es euch zu trocken, der Schneckenbefall zu stark, zu wenige oder zu viele Nährstoffe im Boden? Wir geben nicht auf! Auch nächstes Jahr versuchen wir es wieder mit Kohlrabi und Co. Und wer weiß, Palm- und Rosenkohl stehen noch im Hochbeet und sehen auch ganz gut aus. Vielleicht werden wir ja doch noch mit einer kleinen Ernte für unsere Mühen belohnt.

Als Fazit für dieses Jahr im Gemüsegarten können wir festhalten, dass wir viel experimentiert haben und auch einiges aus diesen Experimenten gut gewachsen, aber dann von uns nicht oder nur ungenügend geerntet wurde. Für nächstes Jahr haben wir uns vorgenommen, dass wir uns wieder auf unseren Favoriten zurückbesinnen und den begrenzten Platz im Gemüsegarten nicht mehr für Sorten nutzen wollen, die wir nicht wirklich mögen. Außerdem müssen wir konsequent das Geerntete auch verarbeiten.

Ich freue mich schon wieder auf die Planung für nächstes Jahr.

 

 

27 Gedanken zu “Ernte 2019 – Flops

  1. Moinsen. Schön mal wieder was von euch zu lesen 🙂
    Also ich weiß nicht, was bei uns die ganzen Kohlbauern noch dazu geben, aber wir haben hier Lehmboden und massig an Kohlanbau. Und das ganz ohne Fruchtfolge. Vielleicht den Kohl dort hin, wo jetzt die Kartoffeln waren? Kartoffeln mögen keinen Lehmboden.
    LG, Michaela

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    1. Hallo Michaela, danke für den Tipp. Leider ist das lehmige Beet auch immer sehr beliebt bei den Schnecken. Die hatten sogar bei einige Kartoffeln das Grün abgenagt. Da hätten die kleinen Kohlpflänzchen wahrscheinlich keine Chance. 😦 Naja, wir experimentieren weiter.
      LG, Antje

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      1. Sorry Antje, habe Deine Antwort eben erst entdeckt.
        Ja, ok die Schnecken sind natürlich ein Problem. Da wir kaum noch welche haben, warum auch immer, denke ich an die gar nicht mehr so.
        Experimente sind im Garten auch immer gut.
        LG, Michaela

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      1. Ja, das stimmt. Machen wir hier auch immer wieder. Wir haben zusätzlich auch noch Mist zur Verfügung. Das macht den Boden mit der Zeit noch lockerer und ertragreicher. Wobei wir derzeit gar kein Obst (außer Bäume und Sträucher) und Gemüse mehr anbauen.
        LG, Michaela

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      2. Ich hatte einmal Mist vom Bauern genommen, danach wucherte es nur so von Unkraut. Ist auch nicht alles so toll was man bekommt.
        Ich nehme lieber gekörnten Rinderdung, der zersetzt sich über den Winter langsam.
        Ansonsten nutze ich nur eigenen Kompost und Brennnesseljauche.

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      3. So erging es mir mal mit sogenanntem Mutterboden. Eigentlich von einem echten Erd-und Sand-Lieferanten, aber frag nicht, was ich da noch so alles mitgeliefert bekommen habe. Grausig.
        Beim eigenen Mist geht das, man weiß so ja, was man eingestreut hat. Alles, was davon nicht direkt verarbeitet werden kann, landet bei uns auch auf dem Kompost und kommt dann irgendwann mit in den Garten.
        Die Brennessel werden im Sommer mit verfüttert, deshalb kann ich davon keine Jauche herstellen.

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      4. Nee, nicht wirklich.
        Wir haben nur ein paar Kleintiere und versuchen, so natürlich wie es geht, zu füttern. Aber wir sind jeweils auf Bauernhöfen aufgewachsen und versuchen wieder, so viel wie möglich vom früher mal Gelernten umzusetzen. Deshalb wird seit ein paar Jahren auch der Garten/Rasen komplett umgestaltet und anders bearbeitet und irgendwie nie fertig.
        Naja, und man wundert sich, wie viel man vergessen/verdrängt bzw. aus den Augen verloren hatte. Manchmal bin ich echt überwältigt, wie viel ich doch tatsächlich mal über Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und all solche Sachen gelernt habe, ohne jemals einen Beruf in dieser Richtung eingeschlagen zu haben.

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      5. Oh entschuldige, dass ich nicht geantwortet habe. Ich scheine Kommentare nur noch zu bekommen, wenn ich eingeloggt bin. Das ist zur Zeit richtig Mist.
        Klar, Lesen ist auch total wichtig und sich das so anzueignen ist doch super. Wenn ich jetzt irgendwas wissen will, muss ich auch Lesen. Die Menschen, die ich wohl als Kind ausgequetscht habe und die mir alles Mögliche gezeigt haben, gibt es leider nicht mehr. Das Meiste fällt mir immer beim Machen ein. Schon irgendwie komisch bzw. manchmal echt merkwürdig (spuki). Deshalb bin ich dann auch manchmal direkt überwältigt.

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      6. Ja, klar und manches erklärt sich auch einfach so. Wie in der Natur halt 😉
        Ich hatte das, was ich früher durch den normalen Alltag beigebracht bekommen oder aufgenommen habe, halt zwischendurch über richtig viele Jahre wohl einfach verloren. Sehr schade. Seit ich mich wieder mehr mit dem Garten und dem ganzen Drumherum beschäftige, kommt so einiges zum Vorschein 🙂

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      7. Hallo Nati,
        wir sind dabei das Beet durch die Zugabe von Kompost aufzuwerten. Die Erde ist auch schon besser geworden, aber es ist immer noch das schwierigste Stück in unserem Garten. Das war aber auch wirklich ein furchtbarer Acker. Wir holen immer noch bei jedem Umgraben große Steine raus. Aber Stück für Stück geht es voran! LG, Antje

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  2. Hallo Antje.
    Dieses Jahr sind die Zwiebeln und der Knoblauch auch nichts bei mir geworden.
    Manche Apfelbäume bringen nur alle zwei Jahre ordentlich Ernte.
    Die späte Kälte im Mai hat auch bei mir zu manchen Verzögerungen und damit zu weniger Ernte geführt.
    Irgendwie war es kein gutes Erntejahr.
    Lassen wir uns überraschen was das nächste Jahr bringt.
    LG, Nati

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  3. Bei mir ist die Apfelernte auch mager ausgefallen. Zum einen, weil die alten Sorten nach einem reichen Jahr wie 2018 gerne Pause machen. Aber auch deshalb, weil es während der Blüte viel zu kalt war und die Bestäuber gefehlt haben. Dagegen hat die spätblühende Quitte reichlich getragen. Die mexikanische Minigurke finde ich auch geschmacklich langweilig. Und Kohl und Schnecken: das große Problem auch bei uns. Wirklich gut war die Ernte nur bei Tomaten und Stangenbohnen.

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  4. Vielen Dank für dei Offenheit gegenüber Mißerfolgen. Bei mir war dieses Jahr nichts mit den Tomaten, erst Hagel, dann wurden die Früchte größtenteils schwarz und dann kam noch Krautfäule dazu.

    Übrigens:
    Auf meinem Fotoblog gibt es für Hobbyfotografen und Gartenfreunde zum einhähirgen Jubiläum eine Buchverlosung.

    Es wir das Buch „Handbuch Samengärtnerei Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse genißen. von Andrea Heistinger“ verlost. Die Teilnahmebedingeungen finden sich hier: https://deramateurphotograph.de/2019/12/14/verlosung-zum-einjaehrigen-bestehen-des-fotoblogs-der-amateurphotograph/

    LG Bernhard

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    1. Hallo Bernhard,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir finden es wichtig, auch die Misserfolge festzuhalten, weil man aus denen ja auch für die folgenden Jahre lernen kann. Schade, dass es mit deinen Tomaten nicht geklappt hat. Die zunehmenden Unwetter und Starkregen machen uns im Garten auch Probleme, aber Gott sei Dank, wurden wir dieses Jahr von einer größeren Überflutung unseres Baches verschont. Ich drücke uns die Daumen, dass 2020 ein gutes Gartenjahr wird. 🙂
      Deine Verlosung werde ich mir mal anschauen.
      LG, Antje

      Gefällt 1 Person

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