Beerenzeit

Die Beeren sind reif im Hackbauerngarten. Dieses Jahr haben wir wieder eine Unmenge an Stachelbeeren, schwarzen Johannisbeeren und Himbeeren. Die schwarzen Johannisbeeren finden in unserer Familie keine wirklichen Fans, deshalb bekommt der Nachbar jedes Jahr die Erlaubnis sich so viele zu pflücken, wie er möchte. Die Himbeeren und Stachelbeeren dagegen schmecken allen gut und besonders der Mini-Hackbauer isst sie am liebsten direkt vom Strauch. Bei den Stachelbeeren sind wir da immer etwas vorsichtiger wegen der spitzen Dornen. Deshalb habe ich dieses Jahr in den sauren Apfel gebissen und mich bereit erklärt, die Ernte im stachligen Strauch zu übernehmen.

Das war dann auch eine ganz schöne Plackerei, weil die Handschuhe den Dornen nicht gewachsen waren und ich einige blutende Wunden davongetragen habe. Am Ende hatte ich aber doch eine große Schüssel voller Beeren zusammen, die darauf warteten direkt verputzt oder weiterverarbeitet zu werden.

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Da ich bisher noch nie Stachelbeeren verarbeitet hatte, musste ich mich erstmal im Internet schlau machen, was man damit überhaupt alles anstellen kann. Ich hab mich dann einmal für Kompott à la Sarah Wiener und für einen Kuchen nach diesem Rezept hier entschieden. Das Kompott war leicht überzuckert, weil ich nur noch lieblichen Wein da hatte und damit hätte ich die zusätzliche Zuckermenge wahrscheinlich etwas reduzieren müssen. Ich habe dann noch etwas mehr Wasser dazugegeben und damit hat’s gut geschmeckt. Hier seht ihr ein Bild meines Samstagfrühstücks, wo das Kompott über Porridge und Pfirsiche gegeben wurde:

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Porridge mit Pfirsichen, Stachelbeerkompott und dazu Kaffee mit Milchschaum und Wochenendlektüre.

Beim Kuchen habe ich mal wieder meine Unfähigkeit unter Beweis gestellt, Rezepte richtig zu lesen und eine 28 cm statt einer, wie im Rezept verlangt, 26 cm Springform benutzt. Damit hatte ich natürlich zu wenig Teig für Boden und Streusel und der Kuchen sah dementsprechend obenrum etwas kahl aus. ;P Außerdem war er erstaunlich sauer, wahrscheinlich hatte ich es bei der Menge der Stachelbeeren übertrieben. Ich wollte einfach den ganzen Rest, der nach dem Kompott kochen noch übrig war, verarbeiten und hab dann so viele Stachelbeeren auf den Kuchen gehäuft, bis kaum noch was von der Quarkcreme zu sehen war. :’D Das Rezept war auch eigentlich für Stachelbeeren aus dem Glas gedacht und die sind ja eingezuckert. Naja geschmeckt hat der Kuchen trotzdem und sauer macht bekanntlich lustig. 🙂

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10 Gedanken zu “Beerenzeit

  1. Schokodil

    Sieht gut aus und wenn er zu sauer war, dann enfach Sahne rauf oder noch etwas Xucker. Backen ist nicht ganz so mein Ding, liegt wahrscheinlich da dran, dass ich Kuchen nicht so gerne mag. Aber ich übe weiter für die Familie und es wird besser. 😉
    Stachelbeeren haben wir auch viele gehabt, aber durch Zeitmangel habe ich die nicht verarbeitet. Ich mag Stachelbeeren auch nicht so gerne. Mein Mann findet sie toll. Johannisbeeren haben wir momentan nicht mehr, aber eine Herbsthimbeere. Lg Schokodil

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    1. Ich bin auch überhaupt nicht der Bäcker, aber ich liebe (leider) Kuchen, also versuche ich mich ab und an doch mal an einem Rezept. Besonders, wenn man die Zutaten sowieso schon im Garten hat. 🙂
      Was ist denn Xucker? Sowas wie Stevia? LG, Antje

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      1. Schokodil

        Xucker wird aus der Birke gewonnen. Wir sind darauf umgestiegen. Gibt es z.b.im DM zu kaufen. Den gibt es dann noch in der Light – Variante (Erythrit ), aber der ist wieder aus Mais und das unterstütze ich nicht. Stevia ist ja auch eine Pflanze. Mag nur nicht jeder, weil sie einen leichten Nachgeschmack hat.

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      2. Das hört sich interessant an. Kann man das genauso wie Zucker verwenden oder ist das stärker konzentriert? Von Stevia war ich auch nicht so begeistert, wegen des Nachgeschmacks.

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