Gurken veredeln – 1. Versuch

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, unsere Gurkenpflanzen selbst zu veredeln. Da wir Gurken jedes Jahr im Gewächshaus anbauen, haben wir, trotz kompletten Austauschs der Erde, mittlerweile hin und wieder mit Mehltau zu kämpfen.

Resistenz dagegen und eine sowieso viel bessere Ernte verspricht die Verwendung veredelter Pflanzen.

Da eine veredelte Gurkenpflanze aber gut und gerne 4-5€ kostet, dachte ich mir, dass dies eigentlich nicht so schwer sein kann, dass ich es nicht auch selbst erledigen kann.

Ich habe mir also, neben den obligatorischen Gurkensamen, eine Packung Samen vom Feigenblattkürbis besorgt, welcher üblicherweise als Veredelungsunterlage verwendet wird.

Die Gurken habe ich vor ein paar Tagen ausgesät und die Kürbisse, wie in der Anleitung beschrieben, 3 Tage später. Leider haben die Kürbisse sich mit der Keimung doch ganz schön Zeit gelassen. Mittlerweile sind zwar alle gekeimt, aber die Pflanzen sind noch nicht so kräftig und die Stile nicht so dick, wie man es vom Kürbis üblicherweise kennt.

Ich wollte jedoch zur Tat schreiten, bevor die Gurken zu groß geworden sind. Da heute die Gelegenheit günstig und der Mini Hackbauer erstmal zur Oma verschwunden ist, habe ich mir eine Gurke und den größten Kürbis gegriffen und es sollte losgehen.

Vorher habe ich noch einmal genau die Anleitung studiert, mein neu gekauftes Skalpell bereit gelegt und meinen Küchentisch mit Zeitung abgedeckt.

Auf dem Bild sehr ihr links die Gurke und rechts den Kürbis.

Ich muss aber doch zugeben, dass ich etwas nervös war und nachdem ich die Pflanzen noch 3 Mal gedreht und gewendet hatte, habe ich beschlossen, dass der Kürbis Stengel zu dünn ist und die beiden Pflanzen so nicht aufeinander passen.

Ich habe Angst, dass ich alle Gurken und Kürbis Pflanzen damit vernichte und am Ende doch noch veredelte Pflanzen kaufen muss 😦

Ich denke ich werde noch mindestens einen Tag warten und die Kürbisse genau beobachten, wann sie bereit scheinen.

Es kann aber auch sein, dass ich den Moment schon verpasst habe und die Gurken schon zu groß sind. Kennt sich vielleicht jemand von Euch damit aus und kann mir sagen, ob die Veredelung bis zu einer bestimmten Größe stattgefunden haben muss?

Falls ich es vergeigt habe, ist das auch nicht so schlimm. Ich habe mir bereits ein paar Rezepte für die Zubereitung von Feigenblatt Kürbis Gerichten herausgesucht, unter anderem eine Konfitüre mit dem wohlklingenden Namen Engelshaar 👼

27 Gedanken zu “Gurken veredeln – 1. Versuch

  1. Hihi, erst wird selbstbewusst mit dem Skalpell zur Tat geschritten und kurz vor dem ersten Schnitt verließ sie der Mut. :’D Und ich dachte schon, wir bekommen jetzt die ersten selbst veredelten Gurken zu sehen! Mehr als schief gehen kann es doch nicht und Übung macht den Meister! Setz den Schnitt an! 🙂

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    1. schmoddd

      Die Gurke ist glaube ich schneller gekeimt, vielleicht 2-3 Tage. Normalerweise sind Kürbisse eigentlich wuchsfreudiger als Gurken daher soll man die auch später säen. Die Stile sollen ungefähr genau gleich dick sein, sonst passen sie ja nicht zusammen. Ich hoffe mal, dass in 2 Tagen oder so der Kürbis noch ein bissl aufgeholt hat.

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      1. Oder noch einmal eine neue Gurke sähen?
        Ich habe bisher immer eine veredelte und eine unveredelte Gurke gekauft und hatte noch nie Probleme mit Mehltau oder ähnlich. Sie stehen im Feld nebeneinander.
        Aber du hast recht. Die veredelte kostet 5€, während die unveredelte nur 1€ kostet.

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      2. schmoddd

        Das kenne ich nur von Zucchinis und Kürbis. Die Gurken sind wir immer noch alle los geworden. Aber für Zucchini und Kürbisse mussten wir vor 2 Jahren einen „zu verschenken“ Stand an der Einfahrt einrichten, weil die keiner mehr sehen konnte 😂

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  2. Ui ui, spannend. Solche Dinge hätte mein Opa gewusst und gekonnt. Das Problem beim Warten ist ja, dass zwar der Kürbis wächst, die Gurke aber auch. Für den nächsten Versuch sollte man also von beiden Pflanzen an verschieden Tagen welche aussäen, dann hat man am Ende vielleicht eher ein paar Pflanzen, die zusammen passen. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.

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    1. schmoddd

      Ja dann muss ich nächstes Jahr wirklich 2 Päckchen von beiden Sorten und dann auch versetzt aussäen. Aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Kürbis die Tage einen Wachstumsschub bekommt und dann geht’s los 🙂

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  3. mehltauresistenz kommt nicht von der wurzel, die gurke muß resistent sein 😂 das ist wie bei tomaten braunfäule hat nichts mit der unterlage zu tun 😵 ist irrglaube veredeln wurzelkrankheiten oder weil gurken schwache wurzeln haben und daher schlechter wachsen ⏩ http://www.nebelung.de/wissenswertes/kulturanleitungen-tipps/veredelung/ ⏩⏩zitat ⏩⏩ Bei Gemüsepflanzen ist das Veredeln eine Ausnahme. Es wird nur bei Fruchtgemüse – Tomaten, Auberginen, Gurken, Paprika – gemacht. Ertragreiche, schmackhafte Edelsorten mit einer guten Widerstandskraft gegen Blattkrankheiten werden auf Unterlagen aufgesetzt, die wenig anfällig für Krankheiten aus dem Boden sind. Die zwei Pflanzen wachsen dann zu einer widerstandsfähigen und fruchtbaren Einheit zusammen.

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