Rezept: süß-saure Pilzsuppe

Heute haben wir mal einen Beitrag der etwas anderen Art für euch. Da es im Garten momentan aufgrund der Temperaturen noch nichts für uns zu tun gibt, Schmodd sich gerade im wohlverdienten Urlaub an der Ostsee befindet und die Keimlinge in den Pflanzschalen langsam vor sich hinwachsen, wollen wir euch mal eines unserer liebsten Kochrezepte vorstellen.

Schmodd und ich lieben Pilze. Bei Schmodd ist diese Vorliebe, glaube ich, sogar angeboren. Ich kann mich zumindest an keine Zeit erinnern, in der sie Pilze nicht als ihr mit Abstand liebstes Gemüse bezeichnet hätte. Wir überlegen auch gerade, ob wir es nicht noch mal selber mit der Pilzzucht probieren sollten, obwohl wir damit beim ersten Versuch vor einigen Jahren leider überhaupt keine Erfolge verzeichnen konnten. Vielleicht stimmten damals aber auch einfach die Rahmenbedingungen nicht und unser Gartenwissen war zu dem Zeitpunkt auch quasi nicht-existent.

Egal, in diesem Beitrag soll es ja auch nicht um den Anbau, sondern um die Zubereitung von Pilzen gehen. Die von uns heiß und innig geliebte süß-saure Pilzsuppe heisst eigentlich Kulajda und stammt ursprünglich aus Tschechien. Wir haben sie aber im Dresdner Restaurant Wenzel Prager Bierstuben kennengelernt. Da wir natürlich nicht jede Woche dort einkehren können, um unserer Sucht zu frönen, haben wir uns umso mehr gefreut, als wir das Rezept inklusive Videoanleitung im Internet entdeckt haben. Den Link dazu findet ihr hier.

Die Kulajda ist eine helle Suppe mit Kartoffelwürfeln, Eischeiben und natürlich jeder Menge Pilzen. Wir benutzen immer Champignons, aber da seid ihr eigentlich recht flexibel und Steinpilze schmecken darin auch großartig, weil sie diese leicht schleimige Konsistenz haben, auf die man als echter Pilzfan total abfährt. Die Krönung ist natürlich das süß-saure Aroma, das ihr durch die Zugabe von Essig und Zucker erreicht. Seid hier aber vorsichtig mit dem Essig. Gießt lieber immer kleine Schlückchen zu und kostet danach, damit euch die Suppe nicht zu sauer wird.

Für zwei Portionen benötigt ihr folgende Zutaten:

50 g Butter
60 g Zucker
300 g Pilze nach Wahl
300 g festkochende Kartoffeln
1,2 l Hühnerbrühe (hier geht sicher auch Gemüsebrühe)
0,14 l Milch
0,2 l Kochsahne
0,04 l Essig
2 hartgekochte Eier
1 Bund Dill (ich benutze immer Dill aus dem Tiefkühler, da ich selten frischen zuhause habe.
Salz/weißer Pfeffer nach Geschmack

Quelle: Topfgucker TV zu Gast bei Wenzel Prager Bierstuben

So bereite ich die Suppe zu:
Butter in einem großen Topf zergehen lassen.
Pilze hinzugeben und anschwitzen, aber nicht bräunen.
Anschließend die gewürfelten Kartoffeln dazugeben.
Alles mit Brühe ablöschen und kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Milch und Sahne dazugeben.
Während die Kartoffeln weich werden, die Eier kochen.
Eier in Scheiben schneiden und zur Suppe geben.
Zucker und Essig nach und nach dazugeben und immer wieder abschmecken.
Zum Schluss den Dill unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Ich brauche zu der Suppe eigentlich keine Beilagen, aber Baguette oder eine Scheibe Brot würden gut passen.
Ich hoffe, ihr probiert die Suppe mal aus. Wenn ihr süß-saure Gerichte und Pilze mögt, dann werdet ihr sie bestimmt genauso ins Herz schließen wie Schmodd und ich. Und falls es euch mal nach Dresden verschlägt, dann schaut in den Wenzel Prager Bierstuben vorbei und kostet das „Original“. 🙂
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